Thermogravimetrie

Das Prinzip der thermogravimetrischen Analyse beruht auf der Masseänderung einer Probe, die sich in einer definierten Atmosphäre befindet und einer kontrollierten Temperaturerhöhung ausgesetzt wird. Die Temperaturerhöhung erfolgt in der Regel linear mit der Zeit, z. B. mit 4 K/min.  Als Ergebnis wird ein Thermogramm erhalten, welches die Masse der Probe als Funktion der Temperatur oder der Zeit darstellt. Die bei thermogravimetrischen Untersuchungen erhaltenen Informationen beschränken sich durch die Notwendigkeit einer Massenänderung der Probe auf Prozesse wie Zersetzung, Oxidation, Sublimation und Desorption (Adsorption bei Abkühlung), um mehr Informationen gewinnen zu können, wird die Thermogravimetrie daher oft mit Differenzthermoanalyse, Dynamische Differentialkalorimetrie und/oder der Massenspektrometrie gekoppelt.

 

Literatur:

  • D. Brendel, D. A. Skoog, S. Hoffstetter-Kuhn, J. J. Leary, Instrumentelle Analytik: Grundlagen – Geräte – Anwendungen, Springer Berlin Heidelberg, 2013.