Fällung

Die Fällung (Präzipitation, engl. Precipitation) ist ein Vorgang, bei dem aus einer Lösung ein Feststoff gebildet wird, nachdem eine Übersättigung gegenüber den Komponenten des ausfallenden Feststoffs erreicht wurde. Fällung wird oft zur Beschreibung von Prozessen verwendet, bei denen die Feststoffbildung durch Zugabe eines weiteren Stoffes induziert wird, das eine chemische Reaktion auslöst oder die Löslichkeit verringert (Antisolvens). So kommt es in der Regel zu einer hohen Übersättigung und in der Folge werden häufig amorphe Zwischenprodukte als erste Feststoffe gebildet werden.

Nach der IUPAC-Nomenklatur ist die Co-Fällung (Co- bzw. Kopräzipitation, engl. Coprecipitation) das gleichzeitige Ausfällen einer normal löslichen Komponente mit einer Makrokomponente aus derselben Lösung. Allgemeiner wird der Begriff Copräzipitation für das gleichzeitige Ausfällen von mehr als einer Komponente verwendet.

Durch Copräzipitation hergestellte Systeme – die in der Katalyse Anwendung finden – sind z. B:

  • Ni/Al2O3
  • Cu/Al2O3
  • Cu/ZnO
  • Cu/ZnO/Al2O3

Die oben genannten Beispiele finden Anwendung in der CO/CO2  Methanisierung  (Methanol-Synthese).